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Wer ist Erik? eine Frage die er sich immer selbst gestellt hat,
sei es vor einem neuen Lebensabschnitt, sei es vor einer neuen Herausforderung.
Immer auf eine neue Probe gestellt zu werden oder der Beste zu sein,
das liegt in seiner Veranlagung. Als 12jähriger gewann er den
ersten Wettkampf im Golf, eine angeborene Leidenschaft, die er nie
verlassen hätte; trug das Trikot der „Nationale Juniores“,
eroberte im Ausland Trophäe, gewann aber auch italienische
Auszeichnungen. Zwischen einem „Green“ und dem anderen,
entdeckte er den Reiz des Rennfahrers. Erik hatte Glück, er
durfte an Bord der letzten Jahre des heute historischen Autosports
einsteigen, damals als beim Rasen um die legendären Steilkurven
ganz Monza den Atem anhielt oder im „Mugello“ (Hügelzone
in der Nähe von Florenz) – undenkbar irgend einer Rennpiste
zu gleichen – wo das großartige Gelände zum auf-
und absausen durch den toskanisch-romagnolischen Appenin einlud.
Er fuhr mit Schild „Florio“ zusammen mit allen „Ferrari“,
„Porsche“ und den legendären „Chaparral“,
den Vorläufern des heutigen, aerodynamischen Rennautos; er
gewann auch die italienische Meisterschaft Klasse GT1300. Für
viele hätte dies für das ganze, wenn auch nicht sogar
für zwei Leben genügt, für Erik Banti jedoch nicht.
Er rannte, spielte, gewann, fühlte aber auch etwas Schöpferisches
tun zu müssen. Er verliebte sich in die Kunst der Fotografie,
eröffnete ein Atelier in „Piazza di Spagna“ und
genoss das elektrisierende Leben Roms der sechziger Jahre in vollen
Zügen. Bald wurde er Mitarbeiter an Werbekampagnen für
multinationale Konzerne und signierte Reportagen für die „National
Geographic“. In der Filmbranche war er als Szenenfotograf
tätig und arbeitete auch für die Regisseure Fellini, Zeffirelli
oder Bolognini.
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„Das Leben in Italien in jenen Jahren verlief schnell“
so erinnert er sich. Die Währung Lire war eine der besten der
Welt und Erik machte Propaganda für die Qualität „made
in Italy“, brach Herzen in all den Ländern die er zu
seinem Wohnsitz erkoren hatte, von New York über die Schweiz
bis zum mütterlichen Heimatstaat Dänemark. Das Reisen
gefiel ihm so sehr, dass er, wieder einmal in Rom gelandet, im 1970
ein Reisebüro eröffnete. „Was ist ein Reiseagent“
so fragte sich Erik, schon wieder bereit für ein neues Leben.
„Ich konnte doch nicht mein Ich befriedigen mit dem einfachen
Verkauf von Rückfahrkarten! Meinen Kunden musste ich selbst
die Reisen kreiren!“ Et voila`, die Schöpfung der Banti
Reisen 1972, Reiseunternehmen das übrigens zum ersten Mal eine
Gruppe von Italienern nach die „Maldiven“ brachte und
so zum Modell für den zukünftigen, einheimischen Turismus
in exotische Länder wurde. „Ich bin immer einen Schritt
voraus gewesen“ so Erik „und oft hat man mich nicht
verstanden“. Zu früh war er deshalb auch zum Beispiel
im 1977 als er, zusammen mit seinem Freund Stefano Milioni versuchte,
nicht nur den „Export“ von Turisten ins Ausland zu fördern
aber auch den „Import“ das heißt, Ausländer
nach Italien. Unterwegs sind die beiden auf die Idee des „önogastronomischen
Turismus“ gekommen, auf eine Route mit außerordentlichen
Möglichkeiten und die bis heute noch von niemandem in Betracht
gezogen wurde. Energie und Arbeit wurden nun von Erik und seinen
Unternehmen auf diese brillante Idee umgelenkt, zudem mit unverhoffter
Hilfe des berühmten Veronelli der, begeistert von diesem Plan,
ein früher getroffenes Abkommen für Zusammenarbeit mit
„Alitalia“ brach. Das hätte einen neuen Start bedeuten
können, stellte sich aber als brüske Landung heraus, denn
„ Alitalia“ zog sich im letzten Moment zurück und
die Banti Reisen erlitten ein k.o. „Ein böser Schlag“,
adieu Rom, es wird Zeit sich in Montemerano zurückzuziehen.
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Genauso, wir sind im 78 (und zwar gerade im Jahr indem der Morellino
von
Scansano die Doc Auszeichnung erhält)
Entsorgt die Toxine ein wenig Erneut stellt sich Erik wieder die
gewöhnliche Frage “was tu ich hier“? Die Antwort
kommt per Windhauch: Montemerano, der Morellino, die Önogastronomie...
und der Würfel ist gefallen. Die erste offizielle Weinernte
mit, von Erik Banti signierten Etiketten wird mit 1981 datiert.
Die Trauben liefern, das Landgut von Ciabatta (ein Tüchlein
von eineinhalb Hektaren) und die Landgüter der Nachbarn: „Cignale,Troncausci,
Tascapane, Calzafina, Miledi, Ivonne.... ja, das sind vertrauenswürdige
Personen, meine ersten Lieferanten.“ Aber Banti genügt
es nicht, ein einfacher Weinproduzent zu sein, er will wie immer
der Beste sein. „Nicht mit klingendem Geld kauft man ein Objektiv
sondern mit der täglichen, harten Arbeit“. Er glaubt
an diesen Spruch, er will der ganzen Welt zeigen dass er Recht hat.
„Immer hoch wetten und nie auf Kompromisse eingehen,“
wiederholt er wie ein Motto. Aber um hoch wetten zu können,
muss man zuerst bekannt werden. Während Erik seinen Wein immer
mehr verbessert, versucht er, die Qualitäten des Morellino
zu verbreiten und zu propagandieren. Er ist sich seiner gewiss,
auch wenn der Weg noch hart und steil sein wird. Der Würfel
ist jedoch gefallen.
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